Gründung eines eigenen Vereins
Gründung eines eigenen Vereins; etwa 600 DM Startkapital.
Seit 1972: Entdecke die Menschen und Meilensteine, die unseren Verein geprägt haben.
Was mit einem eigenen Verein begann, ist über fünf Jahrzehnte gewachsen: jagdliche Praxis, lebendiges Brauchtum, Hege und Umweltbildung.
Die Zeitleiste gibt dir einen Überblick. Darunter findest du die vollständige Vereinschronik mit allen Kapiteln.
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Gründungsversammlung; Hugo Bittner wird 1. Vorsitzender; Hegeringe; Jagdhornbläsergruppe.
Namensänderung zu „Jägerverein Berching-Dietfurt e. V.“
Karl Streb folgt auf Hugo Bittner und führt den Verein bis 1986.
Eine gemeinsame Pflanzaktion mit Obstbäumen setzt ein Zeichen für Lebensraumpflege.
Manfred Settnik übernimmt den Vereinsvorsitz und steht dem Verein bis 1992 vor.
Franz Meyer wird 1. Vorsitzender; Wechsel bei den Hornmeistern; Bleischrotverbot am Schießstand.
Julian Sippl folgt als 1. Vorsitzender auf Franz Meyer, der den Verein seit 1992 geführt hat.
50-jähriges Jubiläum; Franz Meyer wird Ehrenvorsitzender.
Jahreshauptversammlung mit Pflichthegeschau; Waldrallye; Hundeführer; Ehrungen.
Markt der Vereine; Heckenprojekt; Hegeschau; Ferienprogramme; Hubertusfeier.
Umweltbildung, regionale Zusammenarbeit und gelebtes Brauchtum prägen die Vereinsarbeit bis in die Gegenwart.
Die Kapitel der bisherigen Vereinschronik bleiben vollständig erhalten. Öffne ein Thema, um mehr zu lesen.
Wer die Geschichte eines Vereins niederschreibt, hält weit mehr fest als Daten, Namen und Ereignisse. Er erzählt zugleich ein Stück Heimatgeschichte.
Der Jägerverein Berching-Dietfurt ist seit mehr als fünf Jahrzehnten ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im südlichen Landkreis Neumarkt. Seine Geschichte ist eng verbunden mit den Fluren und Wäldern zwischen Berching, Dietfurt, Staufersbuch, Pollanten und den umliegenden Revieren. Sie ist aber auch verbunden mit den Menschen, die über Generationen hinweg bereit waren, sich für Wild, Wald und Brauchtum einzusetzen.
Von Anfang an war der Verein mehr als ein organisatorischer Zusammenschluss von Jägern. Er war und ist eine Gemeinschaft. In ihm spiegeln sich Pflichtbewusstsein und Naturverbundenheit ebenso wie Geselligkeit, Traditionspflege und die Bereitschaft, sich neuen Aufgaben zu stellen.
Die Geschichte des Jägervereins Berching-Dietfurt beginnt in einer Zeit des Umbruchs. Das Jahr 1972 brachte mit der bayerischen Gebietsreform tiefgreifende Veränderungen für Verwaltung, Zugehörigkeiten und gewachsene Strukturen. Auch im jagdlichen Bereich mussten bisher selbstverständliche Zusammenhänge neu gedacht werden.
Die Geburtsstunde des Vereins schlug im Nebenzimmer des Gasthauses Schuller in Berching. Dort kamen im Herbst 1972 Jäger aus der Region zusammen, um über die Zukunft zu beraten. In dieser Runde fiel die Entscheidung, einen eigenen Verein zu gründen.
Noch am selben Abend wurde der Grundstock gelegt. Ein Hut ging durch die Runde, und was hineingelegt wurde, war mehr als Geld. Die rund 600 DM Startkapital waren sichtbarer Ausdruck gemeinsamer Entschlossenheit.
Auf die Gründung folgte die eigentliche Aufbauarbeit. Im Frühjahr 1973 nahm der junge Verein konkrete Gestalt an. Bei der Gründungsversammlung wurde die erste Vorstandschaft gewählt. Mit Hugo Bittner erhielt der Verein seinen ersten Vorsitzenden.
Schon bald wurden die Hegeringe Berching, Staufersbuch, Dietfurt und Pollanten gebildet. Gleichzeitig begann das eigentliche Vereinsleben: Trophäenschauen, Versammlungen, gemeinsame Veranstaltungen und die Entstehung der Jagdhornbläsergruppe.
Einen frühen Höhepunkt bildete die erste Hubertusfeier. Mit ihr fand der Verein eine Form, in der sich jagdliche Tradition, kirchlicher Bezug und geselliges Miteinander auf besondere Weise verbanden.
Mit dem Eintritt in die 1980er Jahre hatte sich der Jägerverein Berching-Dietfurt bereits fest etabliert. Die Gründerjahre lagen hinter ihm, das Vereinsleben hatte sich eingespielt, und aus der Aufbruchsstimmung der ersten Jahre war eine Phase der Konsolidierung geworden.
Themen wie Niederwildrückgang, Äsungsverbesserung, Schießstandausbau und die allgemeine Entwicklung der Kulturlandschaft rückten stärker in den Vordergrund. Die große Pflanzaktion des Jahres 1981 mit Obstbäumen steht beispielhaft dafür, dass sich der Verein nicht auf Beobachtung beschränkte, sondern gestaltend eingriff.
Einen tiefen Einschnitt brachte die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Die Verunsicherung über belastetes Wildbret und die wirtschaftlichen Folgen trafen auch die örtliche Jägerschaft.
Mit den Neuwahlen 1992 endete die Amtszeit von Manfred Settnik als 1. Vorsitzender. An seine Stelle trat Franz Meyer, dessen Name die folgenden Jahrzehnte prägen sollte.
Die 1990er Jahre waren eine Zeit, in der jagdliches Brauchtum, hegerische Verantwortung und moderne fachliche Anforderungen stärker miteinander verbunden wurden. Gleichzeitig wurden Schießwesen, Ausbildung und Hundearbeit weiterentwickelt.
Von 1992 bis 2020 stand Franz Meyer an der Spitze des Vereins. Diese außergewöhnlich lange Amtszeit steht für Verlässlichkeit, Augenmaß und stabile Vereinsführung.
Unter seiner Leitung wurden Fortbildungsangebote ausgebaut, das Schießwesen weiterentwickelt und das Vereinsleben in seiner ganzen Breite gefestigt. Im Jubiläumsjahr 2022 wurde Franz Meyer für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Jagd verlangt Verantwortung, und Verantwortung verlangt Können. Deshalb gewann die Ausbildung im Vereinsleben mit den Jahren immer stärker an Bedeutung.
Ein besonders wichtiger Bereich war das Hundewesen. Der brauchbare Jagdhund gehört seit jeher zum Wesen waidgerechter Jagd. Berichte über erfolgreiche Hundeführerlehrgänge und Brauchbarkeitsprüfungen zeigen, wie viel ehrenamtliche Arbeit und Erfahrung hinter diesem Bereich stehen.
Ebenso wichtig blieb das Schießwesen. Vereinsmeisterschaften, Wurftaubenschießen, Kugeldisziplinen, bauliche Maßnahmen am Schießstand und moderne Ausbildungsformen zeigen, dass die jagdliche Praxis im Verein ernst genommen wurde.
Die Hubertusfeier wurde früh zu einem Höhepunkt des Vereinsjahres. Die Jagdhornbläsergruppe verleiht dem Verein seit den frühen Jahren eine eigene klangliche Identität.
In Hubertusmessen, Reden, Ehrungen und dem geselligen Teil der Feier verdichten sich bis heute Dankbarkeit, Brauchtum, Erinnerung und Verbundenheit.
Besonders seit den 2010er Jahren zeigt sich eine stärkere Öffnung nach außen. Der Verein bleibt jagdliche Gemeinschaft, wird aber zugleich sichtbarer als Bildungs- und Naturschutzakteur.
Waldrallyes, Schulprojekte, Ferienprogramme, Marktauftritte und digitale Öffentlichkeitsarbeit machen deutlich, dass der Verein heute nicht nur intern wirkt, sondern seine Aufgaben auch der Öffentlichkeit erklärt und vermittelt.
Das 50-jährige Jubiläum war ein Moment des Innehaltens und der Würdigung. Die Feier im Dorfstadl Gimpertshausen verband Rückblick, Gemeinschaft und Anerkennung.
Besonders bedeutsam waren der historische Rückblick durch Richard Donauer, die Ehrung langjährig verdienter Mitglieder und die Ernennung von Franz Meyer zum Ehrenvorsitzenden.
Die Jahre 2023 bis 2026 zeigen den Verein als lebendige, moderne und zugleich traditionsbewusste Gemeinschaft. Kooperationen wie „Gemeinsam für Wald und Wild“, der Markt der Vereine, Waldrallyes, Hegeschauen und die fortgesetzte Umweltbildungsarbeit geben dem Verein ein klares öffentliches Profil.
Hugo Bittner (1972–1979) Karl Streb (1979–1986) Manfred Settnik (1986–1992) Franz Meyer (1992–2020), seit 2022 Ehrenvorsitzender Julian Sippl (seit 2020)
Die Vereinsgeschichte lässt sich in drei große Phasen gliedern: die Gründungs- und Aufbaujahre der 1970er Jahre, die Konsolidierung und Professionalisierung seit den 1980er und 1990er Jahren sowie die starke Öffnung nach außen seit den 2010er und 2020er Jahren.
Die Geschichte des Jägervereins Berching-Dietfurt ist nicht abgeschlossen. Sie lebt weiter in Versammlungen, Hubertusfeiern, Lehrgängen, Hegeschauen und in der täglichen Arbeit der Menschen, die den Verein tragen.
Die vorliegende Chronik verbindet die alte Vereinschronik aus dem Webarchiv mit späteren Vereinsbeiträgen, Mitteilungsblättern und online erreichbaren Presseberichten.
Q1: Archivierte Vereinschronik 1972–1980 Q2: Archivierte Vereinschronik 1980–1993 Q3: Archivierte Vereinschronik 1993–2000 Q4: Archivierte Vereinschronik 2000–2015 Q5: Archivierte Seite „Vorstand“ Q6–Q12: Vereinsbeiträge auf jaegerverein.info Q13–Q15: Mitteilungsblätter und Presseberichte 2024–2026
Mit dieser Chronik liegt eine zusammenhängende Darstellung der Entwicklung des Jägervereins Berching-Dietfurt von den Anfängen bis in die Gegenwart vor. Wir sind bemüht die Geschichte weiter zu führen.
Die Vereinschronik nennt die Gründung 1972 und die erste Vorstandswahl im Frühjahr 1973. Die historische Amtszeitliste beginnt bereits 1972. Quellen und weitere Hinweise findest du im Kapitel „Quellen und Hinweise“.
50 Jahre Vereinsleben: Entdecke die Erinnerungen und Fotos unseres Jubiläumsfestes.
Zum Jubiläum mit Fotogalerie ↗